Heilfasten - Fasten - Die Hintergründe
Als Fasten wird der freiwillige und zeitlich definierte Verzicht auf feste Nahrung und Genussmittel bezeichnet. In vielen Kulturen und Religionen ist das Fasten auch heute noch ein wichtiger Bestandteil um die Spiritualität und den Glauben zu vertiefen.
Bis vor Kurzem wurde das Fasten nur als Maßnahme zur Gewichtsreduzierung und zur Reinigung und Entgiftung des Körpers gesehen. Durch neue Studien wurde der Blick auch auf die therapeutischen Nutzen des Fastens gelenkt. Es zeigt sich, dass periodisches Fasten die Gesundheit fördert, indem es sich positiv auf den Körperstoffwechsel sowie auf die Psyche und das Nervensystem auswirkt. Deshalb wird das Fasten zunehmend eine ernstzunehmende Option bei schwer zu behandelnden Erkrankungen. Heute gilt das Fasten als etablierte Methode in Therapie und Prävention.
Im deutschsprachigen Raum hat sich vor allem die Fastenformen nach Dr. Otto Buchinger und Dr. F.X. Mayr durchgesetzt. Die Buchinger-Kur ist eine Kombination aus Physio-, Bewegungstherapie und dem Fasten sowie einem nachfolgenden Ernährungsprogramm.
Nicht zu verwechseln ist das Heilfasten mit den so genannten „Nulldiäten“ oder „Crash-Diäten“, bei denen meist komplett auf Nahrung verzichtet wird und die für den Körper ungesund sind. Beim Heilfasten und dem „modifizierten Fasten“ wird das Hauptaugenmerk auf die Entgiftung, Ausscheidung und Regeneration des Körpers gelegt.
Die Leitlinien für das Fasten wurden unter der Leitung der Ärztegesellschaft Heilfasten und Ernährung zusammengefasst und können auf der Internetseite http://www.aeghe.de/ nachgelesen werden.
Heilfasten als Therapie
Das vorrangige Ziel des therapeutischen Fastens ist die Umstellung des Stoffwechsels und die Veränderung des Lebensstils. Häufig wird Heilfasten als Therapie bei chronischen Schmerzen, rheumatischen Erkrankungen und Herz-Kreislauferkrankungen eingesetzt.
Neben der stimmungsaufhellenden Wirkung und dem veränderten Schlafverhalten verbessert das Fasten auch die Fließeigenschaften des Blutes, wodurch es zu einer erhöhten Leistungsfähigkeit und einem gesteigerten Wohlbefinden kommt. Des Weiteren wird vermutet, dass das Heilfasten die Zellalterung vorbeugen kann. Auch Migräne und chronische Kopfschmerzen können durch das Fasten positiv beeinflusst werden. Weiterhin zeigt sich, dass das Fasten eine erfolgreiche Strategie zur Bekämpfung von chronischen Schmerzen des Bewegungsapparates ist. Dies ist auch auf den gesünderen Lebensstils der Fastentherapie zurückzuführen. Bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen konnten die Beschwerden durch das Fasten deutlich verbessert werden. Des Weiteren ist der blutdrucksenkende Effekt des Fastens belegt.
Wichtig:
Vor einer Fastenkur sollten sie immer ihren Hausarzt aufsuchen.
Weitere ausführliche Informationen zum Thema Heilfasten finden Sie im Buch „Heilfasten“ von Thomas Rampp und Anette Kerckhoff



